04 Dezember 2013

Wachkoma und Bürokratie verträgt sich nicht gut

Heute war der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung.

Um der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen, dass noch immer, trotz offen zur Schau getragener Toleranz und allseits propagierten Hilfsbereitschaft die Probleme von Menschen mit Behinderungen nicht weniger geworden sind.

Ist das Motto "Liebe deinen Nächsten" wohl doch nicht so selbstverständlich und inhärent auf den Leib geschneidert?

Anscheinend nicht.

Aktuelles Beispiel aus Deutschland:
Da soll dem kleinen Jungen Dylan, der im Wachkoma liegt, sein bester Freund, der Kampfhund Tascha weggenommen werden.
Und warum? Weil in Brandenburg die Haltung von Kampfhunden verboten ist!
Ist das zu fassen???



Und es sah wohl danach aus, dass das Ordnungsamt es eiskalt durchgezogen hätte, wäre die Familie nicht auf die Barrikaden gegangen und knapp 200.000 Facebook-Mitglieder mobilisiert, eine Petition dagegen zu unterschrieben.
Nun ist der Hund offiziell bei einem Verwandten in Berlin gemeldet - und jetzt ist alles in Ordnung. Der Hund darf bleiben.

Nicht Menschlichkeit hat hier gewaltet, sondern die geschickt durchgeführte bürokratische Lösung.
So hat es zumindest bei mir den Anschein.

Der von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag soll uns also ins Bewusstsein rufen, dass wir noch einen weiten Weg gehen müssen, bis ALLE Menschen ein gleichberechtigtes Leben in Würde leben können.

Na dann, auf ...

21 Juli 2013

JA, ich esse das!

Endlich steht auch in Mainz so ein Essens-Fair-Teiler. Ein Kühlschrank, voll mit Lebensmitteln, die nur darauf warten, verzehrt zu werden, anstatt weggeschmissen. Es ist eine soo gute Idee!

Es werden so viele Lebensmittel weggeworfen, die noch gegessen werden könnten.
Und warum?
Weil die Wirtschaft für uns Konsumenten entscheidet, was wir angeblich alles nicht essen würden.

Krumme Gurken, unförmige Äpfel und Birnen, Bananen mit Punkten, Milch und Joghurt, die "nur" noch eine Woche lang haltbar ist. Wir werden einfach bevormundet! Es ist unerhört, finde ich. Und es muss sich ändern.

Zum Glück gibt es Menschen, die das erkannt haben und die dafür kämpfen, dass die Lebensmittel dort landen, wo sie eigentlich hingehören - in unseren Magen, anstatt in die Mülltonnen. Und das funktioniert ganz einfach. Die so genannten Food-Safer gehen auf die Supermarktleiter oder auf Gemüsemarkthändler zu und lassen sich Lebensmittel geben, die diese nicht mehr verkaufen können. 

Diese landen dann im foodsharing-Kühlschrank, der zur Zeit in Pengland steht. Und warten darauf, dass Leute kommen, und sie abholen. Das ganze ist eine Geschichte ohne Geld.

Leckeres Obst und Gemüse habe ich dort entdeckt, aber auch Brot vom Biobäcker. Muss nur noch überlegen, was ich daraus Leckeres mache. Die Fantasie fordert und fördert es also auch. In diesem Sinne -  n Guten!

01 Juni 2013

25 Jahre fairer Kaffee !!!



Am 1. Juni ist es soweit - Weltladen Unterwegs feiert sein 25-jähriges Jubiläum! 

Faire Bedingungen schaffen, den Kaffeeproduzenten und Kunsthandwerkern in den Ländern des Globalen Südens faire Preise für ihre Produkte anbieten - dafür setzten sich Engagierte bereits seit den frühen 1960ern ein. Mittlerweile sind die Weltläden in (fast) jeder größeren Stadt vorhanden und (beinahe) jedem ein Begriff.

(copyright: weltladen mainz)

In Mainz öffnete der erste Weltladen im Jahre 1988 seine Pforten und feiert morgen ab 10 Uhr sein 25-jähriges Bestehen. Die Jubiläumstorte wird höchstpersönlich vom Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling angeschnitten.

Neben dem offiziellen Teil - wie etwa der Verleihung des "Mainzer Pfennings", einer Auszeichnung der Stadt Mainz für soziales Engagment an die Mitbegründerin des Weltladens und langjährige Mitarbeiterin Ute Oelkers - wartet das Weltladen-Team mit einem facettenreichen Rahmenprogramm auf. So können Gäste - jung oder betagt - ihr Glück im Torwandschießen erproben - und vielleicht eines der von "Mainz 05" gesponserten Preisen nach Hause tragen?

Da der Weltladen nicht nur fair gehandelte Waren verkauft, sondern auch über den Fairen Handel aufklärt, gibt es auch an diesem Tag die Möglichkeit, sich über Themen Faire Preise, Siegel u.Ä. zu informieren. Ausgestattet mit neuem Wissen können die Besucher dieses sogleich in einem Quiz erproben. Eine Frage zum Aufwärmen: Woher stammt der Kaffee ursprünglich? a) Brasilien b) Äthiopien oder c) Vietnam – Hätten Sie es gewusst?

Weltladen Unterwegs
Christofsstraße 9

www.weltladenmainz.de